Die Mühle wird schon im Salbuch von 1455 als Schleifmühle, später auch als Ölmühle erwähnt. Dort heißt es zu den Abgaben: "Item eine Schleiffmolle gelegenn auf der Esse gegenn den Reytberge unnd einenn Hoffe hart dabey ligendt, davonn gibt mann Jars uff Michaelis 3 Schilling".

Als Besitzer dieser Mühle ist Barthold Amelung bezeugt. Er besitzt noch in 1600 die "Amelungs Mühle gegenüber dem Berge". Die Mühle wurde dann von seinen beiden Neffen weitergeführt, da er keine männlichen Nachkommen hatte. Bertholdt Amelung lebte von ca. 1570-1623.  Sein Bruder Henrich Amelung jun. war ebenfalls Müller. Er lebte von ca. 1572 bis er im August 1633 an der Pest verstarb.

Die Mühle dürfte bis nicht lang nach 1630 bestanden haben. Sie wird später nicht mehr erwähnt. Möglich ist, daß sie zum Gut Kressenbrunnen gehört hat.  Es ist heute um den Rettberg herum nichts mehr zu sehen. Sie könnte, wie die Stadt selbst 1637, in den Wirren des 30jährigen Krieges zerstört worden sein.

Am 8.12.1620 wird ein Kind aus Amelungs Mühle begraben: "dem Oleyschleger in Amelungs Mollen Kind". Ebenso am 8.9.1622: "dem Oleyschleger Kind in Amelungs Mollen".