Im Salbuch von 1554 und fast gleichlautend auch im Salbuch von 1572 wird über Weinschank und Branntwein vermerkt wie diese zu versteuern gewesen sind.

"Weinschank; sagen ferner, es gebe die Stadt Grebenstein meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen pp. von jeder Fuder rheinischen Wein, soviel sie dessen verschenken [=ausschänken], zu Ungeld drei Gulden zu 26 Albus, und sei solches vermöge vorigen Salbuchs von alters her also hergebracht.

Damit es auch hierin unverdächtig und aufrichtig zugehe, sollen die ausgeschenkten Weinfässer im Beisein [des] Rentschreibers und Schultheißen geeicht, auch die Weine mit ihrer beider Rat gesetzt und nach seinem Wert verschenkt werden, damit ein Ehrbarer Rat des Weinschanks nicht Schaden nehme oder die Gemeinde über Gebühr hierin beschwert werde. Und sollen ein Rentschreiber und Schultheiß für solche ihre Mühe und Arbeit von jedem Stück Wein, aus Kraft vorigen Salbuchs, ihrer jeder eine halbe Maß Wein haben.

Gebrannter Wein; berichten weiter, es gebe die Stadt Grebenstein meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen pp. von jedem Ohm gebrannten Weins, soviel sie dessen verschenken, zu Ungeld 1 Reichstaler zu 26 Albus".

1776 hatte die Stadt 7 Branntweinbrennereien, deren 'Blasen' [Destillationsapparate] zwischen 13 und 16 1/2 Eimern Fassungsvermögen hatten.

1787 hatte die Stadt noch 4 Branntweinbrenner.

Bei den statistischen Erhebungen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Stadt im Jahre 1854/55 hat die Stadt noch eine Branntweinbrennerei.