Die Stadtkeller

Der Wein-, Bier und Branntweinausschank fiel in die alleinige Zuständigkeit der Stadt. Die beiden Stadtschänken (der oberste und der unterste Krug) wurden von zwei Pachtmänner betrieben. Der Pächter, der Wein, Bier und Branntwein ausschenkte und freie Wohnung hatte, mußte an die Stadt jährlich 170 Reichstaler Pacht zahlen, der welcher nur Bier und Branntwein ausschenkte, hatte jährlich 31 Reichstaler Pacht zu zahlen. Beide Schänken wurden nicht als Herbergen betrieben, deshalb wurde die Konzession eine Herberge zu betreiben an zwei andere Einwohner (1787; August Friedrich Limberger - Landwirt und Friedrich Bürcklein - Metzger) verpachtet. Es wird aber berichtet, daß diese beiden Herbergen nicht besonders einträglich waren, da sie nicht sehr stark frequentiert wurden.

1787 hatte die Stadt 3 Wirte. 1854 hatte die Stadt 8 Wirtshäuser.

der oberste Krug (Stadtkeller), Untere Schnurstraße 2

der Unterste Krug (Nebenkrug, Nebenschänke) (heute nur noch ein Wohnhaus, vorher Metzgerei), Steinweg 1

"Der Reichskanzler" (später 'Burgtheater', heute 'Akropolis'), Steinweg 8

"Zur Kegelbahn" (geschlossen), Schachtener Straße 19

"Die Ratsstuben" (im Volksmund 'Otto-Bar', später 'Alte Renterei'), Obere Hofstraße 15

"Zum Marktplatz" (im Volkmund 'die Spinne', heute ein Wohnhaus), Hochzeitsstraße 6

"Zur goldenen Krone" (existiert nur noch als Wohnhaus), Marktstraße 10

"Zur deutschen Eiche", Untere Schnurstraße 3

"Stadt Bremen" (geschlossen), Untere Schnurstraße 14

Das Schützenhaus (existiert nicht mehr), Sauertal

"Zum Schwan" (später 'Happy Night', Rathaus und Asylanten-Heim, existiert nur noch als leerstehendes Haus), Hochzeitsberg 7

"Bistro Am Markt", Markt 4

 

der Oberste Krug (Stadtkeller), Untere Schnurstraße 2

Der Oberste Krug wurde 1776 als Weinschänke bezeichnet. Eigentlich ist dies irreführend, da man zwischen Bierausschank und Wein- und Branntweinausschank trennen muß. Diese beiden Kategorien wurden separat voneinander an den Meistbietenden verpachtet. Im obersten Krug, wie auch in den anderen Wirtshäusern, befanden sich also 'gleichzeitig' ein Bierausschank, und die Wein- und Branntweinschenke.

Bauzeichnung Nordansicht aus den 1950er Jahren

Das Haus beherbergte neben dem Krug auch von 1823 bis 1942 das königliche Amtsgericht. In den 50er Jahren hatte Josef Lynen ein Textilgeschäft im Erdgeschoß des Hauses, wie es auf der obigen Zeichnung zu sehen ist. Tür und Schaufenster wurden aber in den 80er Jahren wieder zurückgebaut. Heute befindet sich darin ein Café und seit einigen Jahren auch wieder eine Gastwirtschaft der 'Keller', der in den alten Kellergewölben geführt wird.

Die Wirte

Johann Henrich Lahrmann, *Grebenstein 5.10.1663, +nach 1713, pachtete am 7.10.1712 den obersten Krug für 132 Taler für ein Jahr.

August Friedrich Limberger, *Grebenstein 22.1.1725, +3.8.1776, war Kellerwirt (1756) und Ratsherr. Er war verheiratet mit Martha Elisabeth Kannegießer, *Grebenstein 12.12.1724, +17.2.1784 und hatte 9 Kinder.

Henrich Ludwig Waas, *1735, +Grebenstein 19.7.1775, war Kellerwirt auch oberster Wirt (1767). Er war mit Catharina Elisabeth Kannegießer, *Grebenstein 15.10.1734, +19.4.1790, verheiratet und hatte 5 Kinder.

Christian Wilhelm Pfeiffer, *Grebenstein 9.7.1744, +1825, war Stadtkellerwirt (1785). Er war mit Maria Magdalena Rosen, *Grebenstein 6.2.1746, +8.3.1809, verheiratet und hatte 8 Kinder.

Franz Christoph Pfaff, *Grebenstein 7.8.1741, +1805, Organist, Musiker und Stadtkellerwirt (vor 1800-1805) war verheiratet mit Martha Elisabeth Pfersch aus Burguffeln, +nach 1806. Er hatte 13 Kinder. Seine Frau führte die Geschäfte fort (bis nach 1807) bis sein Sohn Jacob die Nachfolge antrat.

Conrad Kersting, *Liebenau 11.3.1770, +Grebenstein 27.1826, war Wirt im Stadtkeller (1808-1826) und Ratsherr. Er bat 1816 um eine Schankerlaubnis über 13 Jahre. Er war mit Maria Magdalena Deichmann, *um 1770, +1754, verheiratet und hatte 7 Kinder.

der Unterste Krug (Nebenkrug, Nebenschänke) (heute nur noch ein Wohnhaus, vorher Metzgerei), Steinweg 1

1776 befand sich der unterste Krug im eigenen Haus des Wirtes in der Schachtener Straße/Ecke Steinweg. In der Schänke befand sich außerdem eine Branntweinschänke, die separat geführt wurde, da man für den Ausschank von starkem Alkohol eine eigene Lizenz benötigte.

Bauzeichnung Ostansicht von 1927

Diese Zeichnung zeigt die Gaststätte vor dem Umbau 1927.

Die Wirte

Johann Henrich Schindewolf, *Grebenstein 1700, +29.10.1737, war unterster Wirt (1737). Wird am 7.7.1727 zu 1/2 Taler Strafe wegen Schlagens mit Henrich Erdbecken im Wirtshaus verurteilt. Er war mit Anna Margaretha Deichmann verheiratet und hatte 5 Kinder.

Johannes Thele jun., *Grebenstein 8.11.1691, +18.8.1755, war unterster Wirt (1755). Er war mit Margaretha Deiselmann aus Udenhausen verheiratet und hatte 2 Kinder.

Johann Henrich Becker, *Ziegenhain 1732, +Grebenstein 15.1.1815, war Hospitalprovisor, unterster Wirt (1761), Weinschenk (1764) und amtführender Bürgermeister (1794). Er war verheiratet mit Maria Amalie Kersting, *Grebenstein 2.7.1736, +26.4.1798 und hatte 12 Kinder.

Cyriacus Thele, *Grebenstein 1724, +5.2.1794, war Gastwirt im untersten Krug (1774-1790). Wurde auch Neben-Krüger genannt. Wurde 1754 zum Bäckermeister ernannt. Er war verheiratet mit Anna Martha Kleinschmidt, *Grebenstein 14.2.1740, +29.1.1790 und hatte 8 Kinder.

Jacob Pfaff, Organist und Gastwirt (nach 1807-nach 1819), *Grebenstein 24.10.1777, +nach 1835, war verheiratet mit Anna Gertrud Schotte, *Grebenstein 12.11.1776, +13.9.1845 und hatte 8 Kinder. Er pachtete die Nebenschänke im Jahr 1817 für 2 Jahre für jährlich 220 Reichstaler, die Weinschänke wurde an Apotheker Pfeffer für 81 Reichstaler verpachtet.

Der Schwager von Jacob Pfaff, Johannes Wenck (+13.10.1839), führte die Wirtschaft bis wenigstens 1825/26.

Ludwig Kleinschmidt hatte diese Gaststätte schon vor 1900. Zudem hatte er noch eine zweite Wirtschaft die 'Kegelbahn'. Als Besitzer folgte dann Kurt Kleinschmidt, der seine Metzgerei Ende der 80er Jahre aufgab. Die Wirtschaft bestand aber schon lang nicht mehr. Das Haus wird noch heute von ihm und seiner Frau bewohnt.

Die privaten Gaststätten und Wirtshäuser

Private Gaststätten und Wirtshäuser gab es vor dem 19. Jahrhundert nicht. Die Stadt hatte die Konzession über Ausschank von Bier, Wein und Branntwein zu vergeben und tat dies zu allererst an die Pächter der beiden Stadtkeller (s.o.). Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dieses Monopol jedoch gebrochen.

"Der Reichskanzler" (später 'Burgtheater', heute 'Akropolis'), Steinweg 8

Am 5. Januar 1881 wurde hier der 'Turnverein zu Grebenstein' gegründet. Auf Himmelfahrt des selben Jahres traf sich fast der gleiche Kreis Interessierter um die 'Freiwillige Feuerwehr' zu gründen.

1914 wird hier und in 'Kleinschmidt's Kegelbahn' ein Lazarett für die Verletzten eingerichtet, Betten wurden dafür von den Bürgern gestellt.

Der 'Reichskanzler' wurde vor 1900 von Julius Schröder, der Wagnermeister in der Stadt war, geführt. Er wurde um 1870 geboren. Er hatte 4 Kinder. Sein Sohn Theodor,  geboren um 1895,  übernahm die Wirtschaft 1923.

Richard Winter war der Besitzer vor dem 2. Weltkrieg. Er führte ein Kino ein und benannte den 'Reichskanzler' in 'Burgtheater' um.

Am 15. Januar 1931 kam es im Lokal zu einer Saalschlacht zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. Weil die Nationalsozialisten Eintritt für ihre Veranstaltung verlangt hatten, um die Kosten zu decken, und dies den extra angereisten Kommunisten nicht gefiel, flogen bald die ersten Biergläser. Daraus wurde eine regelrechte Schlacht, die sich bis auf die Straße ausweitete. Nach den Berichten von Augenzeugen gab es ca. 50 Verletzte und die Nationalsozialisten waren die Sieger.

Das Haus ist heute Eigentum der Familie Winter, welche die Gaststätte verpachtet hat. In ihr befindet sich ein griechisches Restaurant.

"Zur Kegelbahn" (heute 'Sebastiano'), Schachtener Straße 19

Diese Gastwirtschaft gehörte um 1900 dem Metzger Ludwig Kleinschmidt, der daneben noch eine Gastwirtschaft den 'Untersten Krug' und seine Metzgerei im Steinweg 1 betrieb. Er ließ um 1903 eine Turnhalle an das Lokal anbauen. In ihr fanden die Turnstunden für die Schulkinder statt. Später wurde eine Kegelbahn eingebaut.

Auf 'Kleinschmidt's Saal' wurde auch, wie in den anderen Lokalitäten, das Vereinsleben hochgehalten. Hier fanden alle Arten von Festivitäten statt. So wurde hier am 20. Januar 1946 der "Tuspo Grebenstein e.V." gegründet.

Bis letztes Jahr befand sich in der zugehörigen Gaststätte noch ein italienisches Restaurant.

 

"Die Ratsstuben" (im Volksmund 'Otto-Bar', später 'Alte Renterei', heute 'La Toscana'), Obere Hofstraße 15

Erbaut wurde das Gebäude 1715 vom Baumeister Paul du Ry als Amtshaus des fürstlichen Rentmeisters zu Grebenstein. Der jetzige Bau entstand nach Abriß des Vorgängerbaus in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude von der Oberförsterei genutzt. Zum Bau dieses Hauses gibt es auch einen denkwürdigen Eintrag im Grebensteiner Kirchenbuch:

"Gestorben am 18. Januar 1737: Valentin Jäger "welcher in hiesigem Steinbruch, bei der Erbauung des Herrschaflichen Renth Haußes zerquetscht"

Aquarell von Gustav Süß von 1840

1787 besteht die Renterei-Wohnung aus "einem neuangelegten steinernen Hauptgebäude, welches am Ende des Marktes von Abend, Morgen und Mittag frei stehet und schöne hohe, helle und gefundene Wohnzimmer hat. Dazu gehören noch einige von Holz dicht darneben angelegte ökonomische Gebäude. Die mehrsten Zimmer des Hauptgebäudes hat der herrschaftliche Rentereibeamte zu seinem Gebrauch. Nur eines derselben dient zur Amtsgerichtsstube und zur Aufbewahrung der Repositur".

Anzeige vno 1986

Im 3. Reich wurde das Gebäude als Ausbildungsstätte für den Bund Deutscher Mädel (BDM) genutzt. Es war die 'Obergauführerinnenschule 14 Kurhessen Grebenstein, Bez. Kassel', die hier junge Frauen dazu ausbildete als Gauführerinnen in ihren Heimatgemeinden Schüler politisch zu unterrichten und im Bewußtsein der NSDAP zu erziehen. Es wurde zudem sportliche Erziehung, Heimat- und Haushaltskunde unterrichtet.

Nach dem 2. Weltkrieg erwarb Zahnarzt Otto Weber das Gebäude und führte im ersten Stock seine Praxis. Im Erdgeschoß entstand eine Gastwirtschaft, die 'Ratsstuben'.

Das Gebäude selbst ist heute Wohnhaus, Zahnarztpraxis und Gastwirtschaft. Die Besitzerin des Gebäudes ist Claudia Winter, die es von ihrem Vater dem Zahnarzt Winter geerbt hat und das Haus auch mit ihrem Ehemann bewohnt. Aus den 'Ratsstuben' wurde nach der Renovierung des Hauses wieder der alte Name des Gebäudes angenommen, und so hieß die Gastwirtschaft bis zur Schließung 'Alte Renterei'. Nachdem das Ehepaar Baross beschlossen hatte aus Altersgründen zu schließen, wurde ein italienisches Restaurant eröffnet. Heute heißt es 'La Toscana'. Das Restaurant wurde 2006 wieder geschlossen.

Seit November 2009 sind die "Ratsstuben" oder die "alte Renterei", wie sie jetzt auch heißt, wieder geöffnet. Der Wirt und Besitzer Klaus Egli ist seit vielen Jahren in dieser Branche tätig und hat seine gastronomischen Betriebe erfolgreich betrieben. Die "alte Renterei" ist jetzt wieder die gemütliche Gastwirtschaft mit Flair, die sie zu Zeiten von Thomas Baross einmal war. Das besondere an dieser Gastwirtschaft ist die Rauchertheke. Ja, richtig, an der Theke kann bei einem Bier auch geraucht werden. Ruhetag ist der Dienstag. Einen Besuch ist die Gastwirtschaft immer wert, und wenn Sie Glück haben treffen sie mich am Wochenende auch dort an.

 

"Zum Marktplatz" (im Volkmund 'die Spinne', heute ein Wohnhaus), Hochzeitsstraße 6

Das obige Bild zeigt die Gastwirtschaft von Gustav Strippel um 1900. Die Wirtschaft und Anspann gehörte zu dieser Zeit schon zur Niederlage der Privatbrauerei Kropf in Kassel. Gebraut wurde im Brauhaus in der Bahnhofstraße, das zur Gaststätte dazugehörte. Gustav Sippel war bis nach 1920 Besitzer der Wirtschaft.

Vorher war es die Wirtschaft des Brauereibesitzers Raacke.

Das Gebäude gehörte von ca. 1955 bis nach 1971 Karl-Otto Brackmann. Die Gaststätte wurde Ende der 70er Jahre von verschiedenen Wirten geführt (Wolfgang Deutscher, Gerhard 'Schnulli' Frank, u.a.).

Grundstück und Gebäude ist heute im Besitz von Konrad Giede-Jeppe, Landwirt auf Giedenhof. Er hat das Gebäude restauriert und zu einem schmucken Wohnhaus ausgebaut, bei dem das schöne Fachwerk wieder freigelegt worden ist.

 

"Zur goldenen Krone" (existiert nur noch als Wohnhaus), Marktstraße 10

Die Gastwirtschaft des Fritz Dellitz ist uns allen noch bekannt. Ich selbst habe als kleiner Junge meinem Vater sonntags immer die Zigaretten dort an einem kleinen Schalter mit Drehklingel geholt, der links neben der Eingangstür angebracht war. Die obige Aufnahme entstand um 1920. Das Haus steht auch heute noch, ist allerdings vom Putz befreit und dient nur noch als Wohnhaus. Es ist heute im Besitz der Tochter von Fritz Dellitz.

 

"Zur deutschen Eiche", Untere Schnurstraße 3

Bauzeichnung Südansicht von 1924

Vor 1902 bis nach 1924 war der Gastwirt Philipp Desel der Besitzer des 1829 errichteten Hauses. Nachdem der Wirt Hans Wilhelm Israel,  vor ein paar Jahre verstorben ist führte nun sein Sohn Thorsten gemeinsam mit Ehefrau und seiner Mutter die Gastwirtschaft weiter. Die 'Deutsche Eiche' ist weit über Grebenstein hinaus in ganz Nordhessen für ihre erstklassige Küche bekannt.

Anzeige von 1986

Zum Lokal gehört auch ein großer Saal im ersten Stock, der zu Tanzveranstaltungen genutzt wurde und noch genutzt wird. Am 2. Pfingsttag 1924 lud der Sportverein Schwarz-Weiß zu einem Tanzvergnügen ein.

Die Gaststätte ist nach dem Tod von Hans Israel auf die Familie seines Sohnes Thorsten übergegangen, der bis zur Jahreswende 2002/2003 zum Restaurant auch einen Biergarten betrieb.

Seit 2009 wird die "Eiche", wie die Gastwirtschaft im Volksmund genannt wird, vom Ehepaar Siebert betrieben. Sie haben das Restaurant wieder zu dem gemacht, was es zu Zeiten Hans Israel war. Das Restaurant mit seiner exzellenten Küche ist wieder in ganz Nordhessen bekannt. Zudem hat das Ehepaar Siebert die Räumlichkeiten erweitert, indem sie Übernachtungsmöglichkeiten in modernen und gemütlichen Zimmern bieten.

 

"Stadt Bremen", Untere Schnurstraße 14

Luis Suchier ein Kaufmann erweiterte das vorhandene neue Haus (erbaut um 1890 nach einem Großbrand) um 1900 neben seiner Metzgerei auch um eine Gastwirtschaft. Ihm folgte als Wirt sein Sohn Conrad, welcher auch weiterhin die Metzgerei betrieb. Heute ist die Gastwirtschaft im Besitz der Familie Horst Möller, dessen Frau eine geborene Suchier ist. Er führte die Metzgerei weiter bis in die 80er Jahre, gab sie dann aber auf. Sein Sohn Holger führt heute die Gastwirtschaft und den Hotelbetrieb.

Anzeige von 1986

Viele Vereine nutzten das Lokal als ihr Vereinslokal und so fanden auch viele Gründungsveranstaltungen hier statt. Am 16. April 1921 wurde im 'Gasthaus Suchier' der Turnverein "Sportabteilung T.V. Grebenstein 1990" gegründet. Am 20. März 1924 fand die Gründungsveranstaltung für den Fußballverein "Sportverein Schwarz-Weiß Grebenstein" dort statt. 

Am 15. Januar 1931 wurde hier die NSDAP Ortsgruppe Grebenstein gegründet.

Die Gaststätte existiert heut nicht mehr. Das Gebäude steht zum Verkauf..

 

Das Schützenhaus (existiert nicht mehr)

Das Schützenhaus wurde 1731 erbaut und 1839/1840 erweitert und 1962 abgerissen. Die Gastwirtschaft befand sich im Untergeschoß und wurde vom Schützenverein jährlich verpachtet.

Die Wirte

Henrich Schröder, *Grebenstein 6.4.1848, +28.11.1927, war Stellmachermeister und Wirt des Schützenhauses von 1896-1899. Er war auch Mitglied der Schützengilde. Er war verheiratet mit Wilhelmine Koch und hatte 4 Kinder.

 

"Zum Schwan" (später 'Happy Night', Rathaus und Asylanten-Heim, existiert nur noch als leerstehendes Haus), Hochzeitsberg 7

Bevor das Haus endgültig leerstand war zuletzt das 'Happy Night' in den Räumlichkeiten untergebracht. Wie der Name schon sagt, konnte man auch eine fröhliche Nacht in unserem einzigen Freudenhaus, volkstümlich auch 'Puff' genannt, verbringen. Dieser war den Anwohnern eigentlich immer ein Dorn im Auge, obwohl es nie zu irgendwelchen Ausschreitungen gekommen ist. Nachdem der Nachtclub geschlossen wurde stand das Gebäude einige Jahre leer und verfiel mehr und mehr.

Als dann das Rathaus saniert und umgebaut wurde lagerte man kurzerhand die Kommunalverwaltung in den ehemaligen 'Puff' aus. Ein neuer Skandal, der auch für die Presse ein gefundenes Fressen waren. Im 'Puff' wurde aber keine Trauung vollzogen, diese fanden in dieser Zeit in den Räumen der Stadtsparkasse statt.

Nach Wiederbezug des Rathauses stand das Gebäude abermals leer, war aber in den Innenräumen renoviert worden und so wurde es einem neuen Zweck zugeführt, dem eines Asylantenheimes nämlich. Im Laufe der Jahre wurden die Räumlichkeiten jedoch so sehr zerstört und auch die Bausubstanz war stark geschädigt, daß das Asylantenheim wieder auszog und das Haus nun endgültig leerstand. Es verfiel mehr und mehr und die Stadt versuchte das Gebäude nun zu veräußern. Es gehen nun Gerüchte, dass das Gebäude aufgrund der Baufälligkeit abgerissen werden wird.

 

"Bistro Am Markt", Markt 4 (siehe link zur homepage)