Die Bruchmühle liegt unterhalb der Stadt ca. einen Kilometer Esse abwärts der Steinmühle. Sie hat ihren Name von dem Bruch der links der Esse in dieselbe fließt. Dieser Bruch ist der sogenannte "Schlüchter" oder "Schlüchter Graben". Die Bruchmühle wurde ebenfalls von einem separaten Wassergraben, welcher etwa 300 Meter vor der Mühle von der Esse abgezweigt ist, mit Wasser gespeist. Dieser Wassergraben ist heute noch vorhanden und fließt durch eine idyllische Wiese.

Genannt wurde diese Mühle nach dem Bruch des Schlüchter Graben, an welchem sie gebaut worden ist. Schon 1455 wird sie im Salbuch aufgeführt: "Die Brochmollen benedder der Stadt: item gibtt Jars die Brochmolle meinem Herrn 14 Schillinge".

1554 und 1571 wird sie im Salbuch wieder aufgeführt. "Mehr, die Bruchmühle, auch unterhalb der Stadt, nächst unter obgemeldeter Steinmühle gelegen, mit einem Gang, ist der Stadt Grebenstein eigentümlich zuständig; gibt meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu jährlichem ständigen Grundgeld 2 Reichstaler 16 Albus".

Merten Klips (Klepsig) wird 1620 als Bruchmüller genannt. Er starb am 18.7.1631 an der Pest. Sein Sohn Henricus wird ebenfalls Bruchmöller genannt (1643). Er mußte 1628 zu den Kriegslasten mit 200 Reichstalern beitragen.

1674 ist Johannes Möller als Müller bezeugt. Er folgte seinem Vater Henricus im Beruf nach. Er verstarb am 6.5.1680.

1691 ist Henrich Koch, der Sohn des Burgmüllers Martin Koch als Bruchmüller bezeugt.

1718 Wird Adam Pottmann als Müller der Bruchmühle genannt. Er starb 1731.

Vor 1759 war Johann Erdbecken, geboren am 18.4.1684, der Bruchmüller. Er war der erste Müller seiner Familie und heiratete in die Müllerfamilie Brandt aus Hombressen ein.

1776 heißt es im Kataster: "Die dritte heißt die Bruchmühle, und hat solche Johann Christoph Schreiber von der Stadt Grebenstein erbmeierweise inne, und sind darinnen 1 Mahl- und 1 Schlaggang, welche unterschlächtig und nur einer um den anderen gehen".

Um 1790 bis 1796 ist Johann Christoph Schilb als Pachtmüller der Mühle bezeugt.

Seit um 1790 ist Johann Wilhelm Wagner Müller der Mühle, bis er kurz vor 1799 verstirbt. Er übernahm die Mühle von seinem Schwiegervater Johann Christoph Schreiber. Er hinterließ seine Witwe und 9 Kinder in großer Armut.

1852 ist Arnold Neutze als Bruchmüller bezeugt. Schon sein Vater Johann Christoph Neutze war Müller (allerdings ist nicht bekannt auf welcher Mühle).

Am 1. Oktober 1957 hat sie der Besitzer, Müller Schleifer, stillgelegt. Die Mühlengebäude existieren auch heute teilweise noch.