Die Burgmühle ist die am frühesten nachweisbare Mühle Grebensteins. Sie wird 1304 zum ersten Mal erwähnt. Sie ist damals mindestens zur Hälfte im Eigentum des Damenstifts Neuenheerse, 1455 aber schon landgräfliches Eigentum. 1455 wird sie wie folgt erwähnt: "item die Mole under der Borgk ist meines Herrn, unnd man mag die verthun, so man ... kann, unnd ist itzt verthan vor 9 Malter Korns Grebensteines Masses unnd zu Grundegelde 5 Schilling unnd hundert eyger, unnd ein gans von einem hofe darzu gehorende".

In der Abrechnung der Gefälle für das Jahr 1465 wird die Burgmühle mit "iii mark und iiij ß ist iiij gulden uß der borgmolenn jarlich gefall" sowie "IX mal[ter] korns uß der molen under der borch". Es sind also wie schon 1455 neun Malter Korn jedoch nur noch 4 Schillinge Grundgeld.

1562 wird zum ersten Mals namentlich ein Müller genannt: "Görgen, der Burgmöller".

Im Salbuch von 1571 wird folgendes aufgeführt: "ferner die Burgmühle, oberhalb der Stadt unterm Schloß gelegen, sei meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu Hessen pp. eigentümlich zuständig. Es haben aber Seine Fürstliche Gnaden dieselbe Mühle einem mit Namen Jochen Homberg erblich gegen nachfolgenden Zins lehnweise eingetan und verschrieben. Gibt von derselben jährlich ständige Zinsen, nämlich: an Korn - zehn Viertel, an Grundgeld - einen Gulden, eine Gans, zwei Hähner und 100 Eier. Und soll auf Erfordern im Amte mit einem Pferde dienen".

Wenn man dies liest, stellt man fest, daß die Abgaben der Müller über 120 Jahre hinweg nicht wesentlich erhöht worden sind.

1674 ist Johannes Raacke, geboren um 1630, gestorben am 21.4.1674, Müllermeister der Mühle. Sein Sohn Henrich folgte ihm im Beruf und war zeitweilig ebenfalls Müller der Burgmühle. Er wird 1690 und 1694 als Müller genannt. Dieser ist um 1660 in Grebenstein geboren und starb nach 1713. 1710 ist Melchior Vaupel als Burgmüller bezeugt. Er stirbt 1732.

1776 wird die Mühle wie folgt erwähnt: "dahier sind 6 Mühlen, davon die erste die Burgmühle genannt und als ein Erblehn von gnädiger Landesherrschaft durch Zacharias Jeppe besessen wird, und hat diese Mühle eine Mahl- und einen Schlaggang, die beide oberschlächtig sind und nur alternative gehen können".

Um 1780 ist Johannes Uhing der Burgmüller, der neben seinem Schwiegervater Johann Christoph Schreiber dort tätig war. Er wurde 1727 geboren und starb am 12.4.1785. Er heiratete die Ehefrau seines Vorgängers Johann Henrich Gerth, geboren 1705 zu Liebenau und verstorben am 21.5.1751.

1783 wird Johann George Käckel als Burgmüller erwähnt. 1798 ist er als Hagenmüller genannt.

Um das Jahr 1800 ist der Cyriacus Gerth, geboren am 11.7.1777, und verheiratet mit Anna Margaretha Fiand, geboren am 25.7.1780 als Burgmüller genannt. Er ist der Nachfolger seines Vater Henricus Gerth, der am 27.4.1799 im Alter von 55 Jahre verstarb. Auch schon dessen Vater war Müller. Er kam 1729 nach Grebenstein und wurde am 8.2.1731 Bürger.

Ihm folgte Johannes, der Neffe des Johannes Uhing, der am 6.1.1767 geboren wurde und nach 1800 Burgmüller genannt wird. Er verstarb am 22.4.1834.