An der Südwestecke der Oberstadt steht der starke Turmstumpf, der heute den Namen Eulenturm trägt. 1779 wird er der große Hilten-Turm hinter der obersten Uhlenburg genannt, "... so zylinderförmig und oben statt des Daches zugewölbt, der obere Bord oder Umgang fast gänzlich verfallen ist ... . In diesem Turm ist ein Gefängnis ... . Der Boden des Gefängnisses ist auf einem Gewölbe mit einem Spundloch, worauf ein großer Stein liegt, und gehet der Raum unter diesem Gewölbe bis auf den Erdboden". 1723 heißt der Turm Storckturm. Der heute gebräuchliche Name Eulenturm kommt von dem Wasserspeier, der die Form einer großen, steinernen Eule hat, deren Kopf leider abgeschlagen ist. Die Rundtürme werden in der Regel von Wasserspeiern in der Form von sorgfältig ausgehauenen Tierplastiken (Drache, Affe, Eule) geziert und tragen an der Spitze eine Kreuzblume aus Sandstein.

Der Turm wurde aufwendig restauriert und ist abends illuminiert. Er ist im Privatbesitz der Familie Bönsel, in deren Gartengrundstück er hineinragt.