Grebenstein 1655

Dieser Kupferstich von 1646 wurde von Matthäus Merian der Ältere angefertigt. Er zeigt ebenfalls Grebenstein in einer Nordostansicht (vom Schinderberg gesehen). Abgedruckt ist er in seiner Schrift "Topographia hassiae et regionum vicinorum", erschienen in Kassel 1655. Er schrieb darin:

"Diese wol unnd in die Vierung erbawte Statt ligt 2. Meylen von Cassel naahend Schartenberg/Zierenberg/Immenhausen unnd Hohenkirchen am Wasser Esse unnd hat ein Ampt; deren Anfang aber wie Dillich im ersten Theil der hessischen Chronic pag. 173 seq. schreibet unbewust ist. Gehört ins Fürstenthumb Nider=Hessen: Unnd wird der Antheil zwischen der Obern Statt und dem Schloß die Freyheit genennet; welches Schloß LandGraff Hermann gewester Ertzbischoff zu Cölln ernewert unnd mit einem starcken steinernen Baw welcher allein noch davon ubirg ist vermehret hat; unden sind stattliche in Stein gehawene Ställe unnd Keller". Die Statt gränzet mit einem Orth an die von der Malspurg mit dem andern zwischen Cassel unnd Münden bey dem Dorff Walshausen oder Wilhelmshausen an den Fuldasstrohm. Die Statt ligt etlicher massen auff einem hügel neben vorgedachtem Wasser Esse unnd ist zimblich weit umbfangen auch mit guten Mauren und vielen Thürmen wol versehen und innerhalb nebenst der Kirchen und undern häusern fein erbawet gewesen; Aber Anno 1636. in damahliger Verwüstung mit einander im Fewer auffgangen und kaum der dritte theil der Statt oder Gebäwen stehen blieben. Das Ampt ist zwar nur von 8. oder 10. Dorffschafften; aber von sehr trefflichem herzlichem unnd vielem Fruchtwachs sonderlich an Korn".