Im ältesten Salbuch der Stadt Grebenstein von 1455 sind auch die Mühlen aufgezeichnet. Dabei findet sich die Hagenmühle nicht, sie wird aber Jahre vorher erwähnt nämlich urkundlich am 14.8.1429, wo Dietrich von Zwergen, Burgmann des Landgrafen u.a. "die halbe Mühle vor dem Niedertor der mit allen Nutzen" verkauft.

1540 wird das erste Mal namentlich ein Müller auf der Hagenmühle genannt. Es ist "Henrich, der Hagemöller".

Im Salbuch von 1571 sind die Mühlen und teilweise auch ihre Besitzer angegeben. Dort heißt es: "item die Hagenmühle, nächst unterhalb der Stadt gelegen, mit zwei Gängen, ist der Stadt Grebenstein eigentümlich zuständig; gibt meinem gnädigen Fürsten und Herrn zu jährlichem ständigen Grundgeld 2 Reichstaler zu 26 Albus".

Die ersten bekannten Müller auf der Hagenmühle sind Johann Moller auch Klepsig (Klipp) genannt. Er ist bis zu seinem Tod am 27.10.1640 genannt.  Sein Nachfolger ist sein Neffe Henricus (Henrich) Klepsig, der 1641, 1644 und noch 1651 als Hagemüller genannt ist und am 25.11.1662 verstarb.

1676 erwirbt Christoph Schreiber die Mühle als erbfreie Mühle. Er war vorher Müller in Lippoldsberg und Zierenberg. Er verstarb zwischen 1699 und 1706.

1687 ist Christoph Stute als Müller bezeugt. Er war vorher (1673) Müller in Haueda und später (1698) Müller der Steinmühle.

1706 kaufte Johann Christoph Schreiber die Mühle für 1600 Reichstaler. Er starb am 25.12.1745 im Alter von 67 Jahren. Die Mühle geht an seinen Schwiegersohn Johann Christoph Jeppe über, welcher herrschaftlicher Conductor der Domäne Burguffeln war.

1707 wird Melchior Vaupel als Müller genannt.

1731 ist Johann Stute, Sohn des Christoph, als Müller bezeugt. Er stirbt noch in diesem Jahr ungefähr 55 Jahre alt.

1776 wird sie wie folgt erwähnt: "Die ander ist die Hagemühle und gehört Johann Christoph Jeppen rel. [=Witwe] erbeigentümlich, ist mit zwei oberschlächtigen Mahlgängen, die zu gleicher Zeit gehen können, versehen".

1794 wird der Müller Henrich Carl Rauthe als Müller bezeugt. Er stirbt am 1.2.1795 im Alter von 29 Jahren. Seine Witwe heiratet Zacharias Jeppe der die Mühle weiterführte.

1770 heiratet Zacharias Jeppe aus Immenhausen die Tochter des Burgmüllers Johann Henrich Gerth, die wiederum nach dessen Tod Johann George Käckel den Burgmüller ehelichte. 1798 wird der Johann George Käckel als Hagenmüller genannt.

1809 ist Christian Jeppe der Sohn des Zacharias Jeppe als Müller auf der Burgmühle bezeugt.

Seitdem ist der Betrieb, dem heute (1958) Frau Agnes Hold vorsteht, im Besitz der Familie. Die Mühle ist mit einem oberschlächtigen Wasserrad, aber zwei modernen Doppel-Walzenstühlen ausgestattet. Damit ließe sich eine Jahresleistung von 600 Tonnen im Jahr erzielen, die sich aber in Wirklichkeit nur auf 225 Tonnen beläuft.

Müller Hold mahlt immer noch Mehl und hat zudem eine große Bienenzucht. Er verkauft seine Waren direkt ab Mühle. Seine Produkte sind heute (2001) wieder sehr gefragt..