[Foto folgt demnächst]

1779 wird berichtet: vorm Schachter Tor zur Rechten hinunter [also nach Norden] ist an der Mauer eine steinerne Treppe von 14 Stufen ..., auf den stumpfen und unteren Hiltenturm an dem Esse-Fluß gehend, welcher keine Decke, aber einige Schießlöcher und einen schmalen Bogeneingang ohne Turm, desgleichen einen gewölbten boden mit einem viereckigen Spundloch hat. Bei diesem Turm sind in der Stadtmauer drei kleine Bogen mit in- und auswärts stehenden drei Strebepfeilern von Quadersteinen, wodurch die Esse hereinfließt.

Die Aufgabe, die dem Hiltenturm zugedacht war, war der Schutz der drei kleinen Steinbögen und des Mühlgrabens dicht nördlich darüber, durch die das Essewasser in die Stadt fließt, und Schutz des Wasserlaufs im Vorfeld der Mauer nach Westen hin. Mit dem Abbruch des Turmes ist 1783 begonnen, im 19. Jahrhundert, vor allem beim Bahnbau 1848/49, fortgefahren worden. Reste des Turmes sind noch erhalten, stecken aber vorwiegend im alten Bahndamm von 1849. Bei Abbruch ist ein steinerner Wasserspeier in Form eines Affe erhalten geblieben, der heute am Eingang der Altentagestätte in der Oberen Strohstraße 9 aufgestellt ist. Der Affe ist nach örtlicher Überlieferung der Anlaß gewesen, den Turm Affenturm zu nennen.