Die Grebensteiner Warten gehörten von jeher zur Stadtbefestigung dazu. Sie bildeten einen vorgeschobenen  Wachtposten im Zusammenspiel mit dem Kirchturm in der Stadt und der Landwehr.

Ausschnit aus einer Karte von Janssonius um 1640

Der Zustand der Grebensteiner Warten, ihre Unterhaltung aber auch die gefährliche Vernachlässigung der Erhaltung durch den Rat der Stadt wird in einer Klageschrift von 1483 erwähnt. Namentlich wird hier nur die Hohe Warte nahe Westuffeln genannt.

"... die warten so umme die stait belegen und den von Grebinsteyn zu troste und slichkeit gebuwet sint daß der Raith die so jemmerlich verfallen laesse glicherwiß als ob nymands darzcu gehore des sie doch nich bedorffen nachdem ein iglich warte ire eigen gefelle habe darmidt man sie in buwe halten sulte nemlich die eyne habe alle Jare fallen woll XIII gulden myn adir mehre ungeverlich darvon man sie halten sulte soliche zcynse nemen uf die darczu gestalt und gekorn weren und theten auch der gemeind keyn rechenschaft darvon wie wol es an der gemeind nutze gehorte und die gemeind billich darvonne rechenschaft eigente Daruff der Raith sin antwort also gesatzt hait Die eyne warte sei kurtzlich von Weters wegen oben durch das dach geslagen wurden. Die andere sei in der paderbornschen vhede abgebrant und so etzliche die mit diesse clage middetheten daruff weren verblibben als sie dem Raithe zcugesagt hetten so were sie woll unverbrant bleben von den Paderbornschen das sich in worheit so erfinden sulle die dritte und vierde warten sullen nit verfallen sin das sich in der warheit wol beweisen und erfinden sulle und von denselbigen itzt gedachten viere warten sullen nit mehre wan zcwo sin die zcinse und renthe haben ..."

Bei einer der beiden Warten führt der Rat die Aufsicht über die Einkünfte, bei der anderen "zcinshaftigen warte sullen dry furmünder sin nach ußwissunge eins giftbrieffs".

Man stellt also fest, daß sich die Gemeinde sehr um die Instandhaltung der Warten bemühte. In der obigen Klage wirft sie dem Rat der Stadt vor, daß die 50 Gulden, die vor Jahren für die Hohe Warte gegeben wurden, nicht für den Zweck der Erhaltung der Warte verwendet worden sind, und fragt wo diese verblieben wären. Dagegen verteidigt sich der Rat und weist darauf hin, daß vor mehr als 40 Jahren (also vor 1443) diese 50 Gulden dem damaligen Grebensteiner Amtmann Gerd Spiegel von der Stadt geliehen worden sind, dessen Erben aber, trotz mehrmaliger Aufforderung diese zurückzuzahlen, nicht reagiert hätten. Der Rat bittet den Landgrafen ihm zum dem Geld zu verhelfen.

die Hohe Warte

die Linder Warte

die Langeberg-Warte (Grebensteiner Warte)

die Hombresser Warte

die Hohe Warte vor dem Reinhardswald (Udenhäuser Warte)