Die Brunnenkresse ist ein einheimisches Gewächs fließender, nährstoffreicher Gewässer. Bereits die Römer verwendeten die Brunnenkresse als Salat- und Gewürzpflanze. Den Höhepunkt ihrer Verbreitung hatte sie im 14. Jahrhundert in Frankreich, wo sie in großen Kulturen angebaut wurde.

Die Brunnenkresse ist reich an den Vitaminen A, C, D und E und weist ätherisches Öl, Mineral- (Jod), Gerb- und Bitterstoffe auf. Sie eignet sich für eine Frühjahrskur, weil sie den Stoffwechsel anregt. Brunnenkresse aktiviert die Ausscheidungsorgane und wirkt so blutreinigend, sie wird bei Rheuma und Gicht, Haut-, Lungen- und Nierenleiden (Nieren- und Gallensteine) eingesetzt. Allerdings kann eine Überdosierung zu einer Nierenreizung führen. Besonders wertvoll sind die jungen Blätter. Das Sammeln in der Natur ist nicht zu empfehlen, da durch die möglichen Verunreinigungen in den Bächen und Gräben Darminfektionen möglich sind.

Brunnenkresse wird als Salat oder zu Salaten (Kopf-, Gurken-, Tomaten- und Kartoffelsalat), zu Sandwich, Quark, Omelettes, Käse, belegten Broten, als Suppenwürze und zu Süßwasserfischen (Karpfen, Hecht, etc.) verwendet. In Gewürzmischungen gehackter Kräuter zu Kartoffeln und in Kräuterbutter darf Brunnenkresse nicht fehlen.

Brunnenkresse ist sehr anspruchsvoll, sie gehört zu den Sumpfpflanzen. Sie muß immer einen nassen Fuß haben, das heißt, der Boden sollte im Schnitt 1 cm überflutet sein. Dazu eignen sich am besten Schalen oder im Freiland kleine Folien-Teiche. Das Wasser muß regelmäßig gewechselt werden. Die Samen keimen allerdings nur auf feuchtem, nicht aber auf nassem Boden. Der Wasserstand ist nach dem Keimen allmählich zu erhöhen. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich. Brunnenkresse verliert durch Trocknung ihre Wirkstoffe.