1779: Das innere Obertor liegt noch seit dem großen Brand von 1637 wüst, woran außer dem kurzen Pfeiler und Bogen nebst 2 alten fehlerhaften Torflügeln mit ungangbarem Schließwerk nichts zu sehen ist, hat auch keinen Zugang durch eine besondere Treppe, welche vermutlich durch das daranstehende Haus verbaut worden ist. Zwischen dem inneren und äußeren Tor ist zur Rechten eine Tür von Tannenbohlen, in den sogenannten obersten Potthagen gehend, mit 2 starken Banden, 2 Angeln, 1 Handgriffklappe u.  Riegel versehen. Zur Linken eine gleiche in den oberen Hiltenhagen gehend, mit allem wie vorige versehen.

1779: Das äußere Obertor, so ein Kuhhirte bewohnet, hat ein vierseitiges Steindach und unten im Bogen 2 starke Torflügel mit eisernen Zapfen und Schloß versehen, im rechten Flügel ist eine kleine Passiertür für Fußgänger mit Schloß verwahret, dabei gleichfalls zur Rechten eine steinerne Treppe von 23 Stufen. Oben an der Wohnung ist eingangs eine alte Tür aus Eichenholz mit schlechten Banden, Kleppe und Handgriff. In der Stube ist ein eiserner Unterofen, 1 alt Schaubfenster gegen Morgen, eine Tür in die Kammer gehend, gleichfalls von alten eichenen Brettern mit schlechten Banden und Kleppe versehen, ein Fenster oder Luftloch ohne Glas gegen Abend.

Vom ehemaligen Tor ist heute nichts mehr zu sehen. Das Tor wurde bei Verbreiterung der Straße abgerissen.