Infanterie Regiment Gräffendorff

Regiment Prinz Moritz von Sachsen-Gotha

Garnisonsregiment Heldring

Chevaux Legérs Corps

Prinz-Friedrich Dragoner Regiment

Leibdragoner Regiment (Leib-Escadron)

Husaren Regiment

Leibdragoner Regiment

2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen

Leibdragoner Regiment (2. Division)

2. Dragoner Regiment

2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen (1. u. 2. Escadron)

1. Husaren Regiment (Leibregiment, 3. u. 4. Escadron)

2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen (3. u. 4. Escadron)

Königlich Preußisches Husaren Regiment Nr. 14. (3. Escadron)

2. Hessisches Husaren Regiment Nr. 14 (3. Escadron)

Zu den diversen hessischen Regimentern gibt es auch eine sehenswerte hompage der 

Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte e. V

 

1763 - 1767    Infanterie Regiment Gräffendorff

Kommandeur war General-Lieutenant Friedrich Wallrab von Gräffendorff. Der Stab: Obrist Martin Conrad Schmitt und der Obrist-Lieutenant Carl Ernst von Bischhausen.

Die Uniform: Blaue Röcke, weiße Aufschläge, Klappen und Westen, mit Gold.

1768 - 1769    Regiment Prinz Moritz von Sachsen-Gotha

Kommandeur war General-Lieutenant Prinz Moritz von Sachsen-Gotha. Der Stab: die Obristen Martin Conrad Schmitt und Carl Ernst von Bischhausen.

1770 - 1777    Garnisonsregiment Heldring (später Regiment Rall/v. Wöllwarth/v. Trümbach/v. Angelelly)

Kommandeur war Hauptmann de Malaspina.

Das Regiment nahm als Regiment Rall auch am amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teil. Am 4. März 1776 rückte es aus seinem Standquartier Grebenstein aus, um sich nach Bremerlehe zur Einschiffung nach Amerika zu begeben. Am 18. Mai stach die Flotte von 4 Transportschiffen (Queen, Triton, Allicia, Jane) in See. Am 12. August kam Land und zugleich die erste Flotte mit den Hessen in Sicht. Am 14. und 15. wurde das Lager auf Staten Island bezogen. Das Regiment war anschließend an dem Gefecht bei Flatbush, der Schlacht von White Plains, der Eroberung von Fort Washington, von Fort Lee und der Schlacht von Trenton beteiligt. Von den Gefangenen des Regiments kehrten 45 Gemeine aus der Gefangenschaft nicht wieder zurück. Das vereinigte Bataillon aus den Entkommenen bei der Niederlage von Trenton wurde im Februar 1777 in fünf Abteilungen, Mittelstab und Unterstab neu organisiert. Das kombinierte Bataillon nahm an der Affaire bei Brandywine Creek teil und lag als Besatzung in Philadelphia, das wieder aufgestellte Regiment Rall in Savannah. Bei dem Gefecht bei Stono Ferry zeichnete sich das Regiment soweit aus, daß es vom Landgrafen seine Fahnen zurück erhielt. Am 13. November 1782 wurde Savannah aufgegeben. Die Rückreise nach Europa begann am 14. August 1783. Am 10. Oktober ging man in Bremerlehe an Land. Am 29. rückten die Truppen in Hofgeismar und Grebenstein ein. Nach einer Parade am 1. und 3. November in Kassel wurde abgemustert. 52 Gemeine sollen am Ende der Kampagne in amerikanischer Gefangenschaft zurückgeblieben sein.

Zur Ankunft der Soldaten in Grebenstein gibt es auch eine Geschichte, die die alten Grebensteiner von ihren Großeltern erzählt bekommen haben. Als die Soldaten 1783 von Hofgeismar kommend in die Stadt einmarschierten, sollen ihnen ihre Kinder, die nach ihrem Abmarsch Richtung Amerika geboren wurden, entgegen gekommen sein und laut ihrer Väter Namen gerufen haben, damit sie sich erkennen konnten. Sie hatten sich ja fast sieben lange Jahre nicht gesehen.

1778 - 1785    Chevaux Legérs Corps (wurde 1785 dem Leibdragoner-Regiment einverleibt)

Kommandeur war Oberstlieutenant Gustav Otto von der Malsburg. Der Stab: der Stabsrittmeister Carl Levin von Heister, die Lieutenants Ernst Adolph von Eschenstruth und Henrich Carl von Wiesenhütten.

Die Uniform: gelbe Röcke, schwarzsamtene Aufschläge und Kragen, mit großen silbernen Schleifen, weiße Westen.

Das Regiment wurde im August 1777 durch Abgabe eines Unteroffiziers von jedem der vier Dragoner Regimenter und von 2 Cavallerie Regimentern, sowie 2 Mann von jeder Escadron Dragoner, als Chevaux Legérs Corps gegründet. In Grebenstein bestand es aus 70 Reitern, 4 Offizieren, 6 Unteroffizieren, einem Feldscher, 2 Trompetern, einem Fahnenschmied und 40 Gemeinen. Im Januar 1783 kamen noch einmal 20 Gemeine hinzu. 

1788 - 1790    Prinz-Friedrich Dragoner Regiment

Kommandeur war Oberst August Gerhard von Schmied. Der Stab: Oberst-Lieutnant Carl Hilchen und Friedrich Carl Wolf von Todenwarth, Capitain Christian Friedrich von Sodenstern, Stabs-Capitains Carl Rabe von Baumbach, Gerhard Dilling und Ernst Christian Wilhelm von Schlotheim.

Die Uniform: hellblaue Röcke, gelbe Aufschläge und Klappen, mit Silber, weiße Westen.

Die 2. Escadron rückte in Grebenstein am 20. November 1788 ein, nachdem das Regiment 1787 von Wabern nach Grebenstein verlegt worden war.

1791 - 1806    Leibdragoner Regiment (Leib-Escadron)

1791; Kommandeur war Oberst Wilhelm Henrich Casimir Prinz zu Solms-Braunfels. Der Stab: Obrist-Lieutenant Ludwig August von Lehsten, Rittmeister Friedrich von Schmied, Stabs-Rittmeister Justus Engelhard Ströbel, Carl Hermann Grau und Friedrich Bode, Lieutenant Carl von Sheldon, Georg von Losberg und Ernst Scheffer.

1797; Kommandeur war General-Major Johann Justus Schreiber. Der Stab: Oberst Wilhelm Henrich Casimir Prinz zu Solm-Braunfels, Major Ludwig August von Lehsten, Stabs-Rittmeister Justus Engelhard Ströbel und Johannes Keitel, Lieutenants Carl Hermann Grau, Friedrich Bode, Christian Laroche von Starckenfels und Carl von Sheldon, Cornet Ernst Scheffer.

Die Uniform: hellblaue Pelze, gelbe Tollmanns, mit Silber, weiße Beinkleider.

Am 1. Mai 1795 bestand das Regiment aus 3 Wachtmeistern, 3 Quartiermeistern, 15 Unteroffizieren, 4 Trompetern, 60 Gemeinen und 85 Pferden. Dieses Regiment bestand bis zum 1. November 1806, als alle kurhessischen Regimenter, aufgrund der Eroberung Hessens durch Napoleon, aufgelöst wurden. Im Jahre 1809 wurde eine Escadron in Böhmen neu errichtet, in demselben Jahr aber nach beendetem Feldzug wieder aufgelöst.

1813 - 1814    Husaren Regiment

Kommandeur war Oberst-Lieutenant Ernst Scheffer. Der Stab: Rittmeister Georg Wilhelm von Cornberg, Ludwig von Baumbach und Ferdinand Ludwig Christian von Eschwege.

Die Uniform: blaue Pelze, hellblaue Dollmanns mit Silber.

Am 23. November 1813 erschien die Order: "Das Husaren-Regiment versammelt sich ebenfalls in Grebenstein zu 4 Escadrons unter dem Kommando des Oberstlieutenants Scheffer (1806 Stabs-Rittmeister in diesem Regiment). Alle damals mitgenommenen Montierungsstücke, Armatur und Lederwerk, was sie noch besitzen, wird mitgebracht". Die Mannschaft ergänzte sich aus alten Urlaubern, aus Leuten, die ruhmvoll für das Vaterland in Spanien und Rußland gekämpft hatten und aus Freiwilligen.

Der Kurfürst betrachtete die Ära des Königreiches Westfalen als nicht existent. Er hatte eine Vorliebe für das Althergebrachte und führte wieder Zöpfe, Puder und die Prügelstrafe beim Militär ein.

1815 - 1820    Leibdragoner Regiment

Kommandeur war Oberst August Ludwig Ernst von Marschall. Der Stab: Oberst Carl Ferdinand vom Stein, Rittmeister Carl Ludwig von Mansbach und Friedrich von Baumbach, Stabs-Rittmeister Adolf von Amelunxen und Ernst Christoph Wilhelm von Hanxleden.

Die Uniform: hellblaue Röcke mit überschlagenden Klappen, zwei Reihen weißer Knöpfe, poceau-rote Aufschläge und Kragen, weiße lederne Unterkleider, Czakos mit Fangschnüren und Haarbüschen.

Am 1. Mai 1821 erhielt das Regiment nach der Umorganisation der hessischen Armee den Namen 2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen.

1821 - 1832    2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen

Kommandeur war General-Major Karl Ferdinand vom Stein. Der Stab: Oberst-Lieutenant Friedrich Ludwig von Baumbach, Major Aloysius von Amelunxen, Rittmeister Ernst Christoph Wilhelm von Hanxleden, Heinrich Bolley, Karl Ludwig Friedrich Konstantin Hilchenbach und Friedrich Mumm.

Die Uniform: dunkelblaue Pelze mit schwarzem Besatz, dunkelbraune Dollmanns mit hellblauen Kragen und Aufschlägen, beide mit gelben Schnüren besetzt, gelbe Knöpfe, hellblaue Achselklappen mit gelben Ketten, graue Reithosen, graue Mäntel mit hellblauen Achselklappen, Czakos mit weißen Fangschnüren, schwarzes Lederwerk. Die Offiziere tragen kamelhaarene Schleifen an den Pelzen und Dollmanns, Achselklappen mit vergoldeten Ketten und dergleichen Halbmonden. Es war das erste und einzige Regiment in hessischen Uniformen von brauner Farbe.

Am 20. September 1832 gab diese Regiment eine kombinierte Escadron an das Regiment Garde du Corps ab und wurde mit dem derzeitigen 1. Husaren Regiment zu einem Dragoner Regiment, unter dem früheren Namen des Leibdragoner Regiments, formiert, dessen 1. Division es nun bildete.

1832 - 1840    Leibdragoner Regiment (2. Division)

Kommandeur war Oberst Wilhelm von Cornberg. Der Stab: Divisions-Kommandeur Oberst Lieutenant Ludwig von Baumbach, Majors Gottlieb Heusinger von Waldegge, Georg Schaumburg und Ludwig von Gilsa.

Die Uniform: hellblaue Collets mit ponceau-roten Kragen und Aufschlägen, weißen Knöpfen und zwei weißen Schleifen an Kragen und Aufschlägen, graue Reithosen, graue Mäntel mit rotem Besatz und Achselklappen, Helme und Gibernen mit goldenem Stern, weißes Lederzeug und Säbel.

Am 1. Oktober 1832 formierte sich die 2. Division des Leibdragoner Regiments neu in den Garnisonen Grebenstein und Hofgeismar. 1840 gab dieses Regiment die 3. und 4. Escadron an das neu zu bildende 2. Dragoner Regiment ab und formierte aus der 1. und 2. Escadron wieder vier Escadrons.

1840 - 1845    2. Dragoner Regiment

Im Dezember 1840 wurde die 3. Escadron aus Hofgeismar nach Grebenstein verlegt, mit dem Befehl, die Dienststärke des Regiments um 22 Carabiniers und Dragoner nebst 22 Pferden per Escadron vom 1. Januar 1841 an zu vermehren. 1841 wurde die neugebaute Kaserne in Hofgeismar bezogen, die Dragoner blieben jedoch auch weiterhin in Grebensteiner Bürgerquartieren. 1845 wurde das Regiment zu einem Husaren Regiment umgeformt und erhielt die Benennung 1. Husarenregiment, genannt Leibhusaren Regiment. 1848 wurde die bisherige Garde du Corps als Division mit ihm vereinigt, 1849 aber wieder von ihm getrennt und als 'Division Kurfürst Husaren' besonders geführt.

Die Uniform:

1846 - 1851 lagen keine Regimenter in Grebenstein. 

1850 lag vorübergehend das 1. Escadron des 2. Husaren Regiments Herzog von Sachsen-Meiningen in Grebenstein, da Ende Februar 1850 in der Kaserne in Hofgeismar eine Feuer ausgebrochen war.

1852 - 1859    2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen (1. u. 2. Escadron)

Kommandeur war Oberst Heinrich August Ludwig von Schenk zu Schweinsberg. Der Stab: Major William Ralph of Heathcote, Rittmeister Carl von Blumenstein, Christoph Wilhelm Eduard Theodor von Rommel, Otto Ernst Georg Friedrich Louis von Hetzberg und Eduard Carl Ludwig von Hundelshausen.

Die Uniform: dunkelblaue Sommer- und Winter-Attila mit weißen Schnüren, Oliven und Rosetten, graue Reithosen, graue Mäntel mit dunkelblauen Achselklappen, Pelzmützen mit roten Kolpacks, weißen Cordons und Fangschnüren, und weißen Haarbüschen, weißes Lederzeug.

1860 - 1864    1. Husaren Regiment (Leibregiment, 3. u. 4. Escadron)

Kommandeur war Oberst Carl Bödicker. Der Stab: Major Ernst Ludwig von Amelunxen, Rittmeister Theodor Friedrich Philipp Heusingen von Waldegge, Carl Wilhelm Friedrich Hugo von Helmschwerd, Ernst Carl Friedrich von Blumenstein, Friedrich August von Starck.

Die Uniform: hellblaue Sommer- und Winter-Attila mit weißen Schnüren, Oliven und Rosetten, graue Reithosen, graue Mäntel mit hellblauen Achselklappen, Pelzmützen mit roten Kolpacks, weißen Cordons und Fangschnüren, und weißen Haarbüschen, weißes Lederzeug.

1865 - 1866    2. Husaren Regiment Herzog von Sachsen-Meiningen (3. u. 4. Escadron)

Die Uniform: dunkelblaue Sommer- und Winter-Attila mit weißen Schnüren, Oliven und Rosetten, graue Reithosen, graue Mäntel mit dunkelblauen Achselklappen, Pelzmützen mit roten Kolpacks, weißen Cordons und Fangschnüren, und weißen Haarbüschen, weißes Lederzeug.

1866 - 1867    Königlich Preußisches Husaren Regiment Nr. 14. (3. Escadron)

Die Uniform: dunkelblaue Sommer- und Winter-Attila mit weißen Schnüren, Oliven und Rosetten, graue Reithosen, graue Mäntel mit dunkelblauen Achselklappen, Pelzmützen mit roten Kolpacks, weißen Cordons und Fangschnüren, und weißen Haarbüschen, weißes Lederzeug.

1867 - 1870    2. Hessisches Husaren Regiment Nr. 14 (3. Escadron)

Der Kommandeur war Rittmeister von Löwenstein. Der Stab: Premier-Lieutenant von Jacobs und Seconde-Lieutenant Prinz zu Hohenlohe-Waldenburg.

Die Uniform:

1918 zog nochmals ein Regiment, das 9. Husaren Regiment in Grebenstein in Bürgerquartiere.  Nachdem dieses 1919 im neugegründeten Reiter-Regiment 16 aufgegangen war endete auch die Ära der Husaren und Dragoner in Grebenstein.