Die Roßmühle wird erstmals im Salbuch von 1455 genannt "Ist die Oleymolle inn der Freyheit gibt Jars 1 Schilling, alles Grebensteiner Werung". Sie ist die einzige Mühle, die direkt in der Stadt lag, in der Freiheit, das ist die heutige Unterstadt.

Diese Mühle hat mitten in der Stadt gelegen. Höchstwahrscheinlich am Mühlgraben (im Volksmund "die kleine Esse"). Conrad Kersting wird 1774 als "auf dem Freyenhof" genannt. 1776 wird sie wie folgt genannt: "Die sechste ist eine Roßmühle in der Stadt, welche Conrad Kersting jun. in seinem Haus hat und eigentümlich besitzt und Ölfrüchte schlägt. Sie muß auf jeden Fall 1 Qu. pro recognitione entrichten".

Der Müller Conrad Kersting jun. wurde am 28.2.1716 in Grebenstein geboren und starb am 25.3.1777. Schon sein Urgroßvater war Müller in Westuffeln. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Johann Georg Kersting, geboren am 13.9.1747, die Roßmühle, betätigte sich aber auch als Landwirt. Er gab das Müllerhandwerk um 1795 auf.