Die Steinmühle liegt unterhalb der Stadt an der Esse, ca. einen Kilometer von der Hagenmühle entfernt. Früher wurde die Mühle durch einen Mühlengraben gesspeist, der vor der Mühle von der Esse abzweigte. Heute liegt die Mühle still, die Gebäude werden landwirtschafltich genutzt. 1955 ist die Mühleneinrichtung entfernt worden. Gebäude und Grundbesitz gehörten Landwirt Ellermann (1958) und sind heute im Besitz der Landwirte Fritz und Jörg Austermühle.

Bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Schäferknecht Brix Tietzen und Henrich Baddenhausen in den Jahren 1606 bis 1608, bei der es um das unerlaubte Fällen von Obstbäumen ging, ist auch die Müllerin der Steinmühle, Otilia, Reinhard Pfersch's Hausfrau - zu dieser Zeit schwanger - , involviert. Bei dieser wurden des Nachts in ihren Wiesen auch Bäume zerstört, doch diese hatte die Freveler, aufgrund der Dunkelheit um 2 Uhr nachts, nicht erkennen können.

Um 1630 ist Johannes Langehanß als Müller der Steinmühle bezeugt. Er ist 1648 Amtsmeyer und Gerichtsschöffe. Er stirbt vor 1660.

1641 ist Henricus Möller, der spätere Bruchmüller als Steinmüller bezeugt. Er stirbt am 6.5.1680.

1644 bis 1648 wird Immanuel Brede als Steinmüller genannt.

1669 wird der Sohn des Steinmüllers Henrich Harmeyer beerdigt. Auch Jost Harmeyer ist 1668 als Steinmüller bezeugt. Die beiden könnten Brüder sein. Des Jost Harmeyers Tochter heiratet in diesem Jahr Hans Jörge Widdemeyer. Er wird ebenfalls Steinmüller genannt. Er dürfte nicht lange Müller gewesen sein, da nach der Geburt einer Tochter 1669 keine Nachrichten mehr von ihm zu finden waren.

1698 ist als Müller der Christoph Stute bezeugt, der vorher auf der Hagenmühle und davor Müller zu Haueda war. Sein Sohn Johannes folgte ihm als Müller nach.

1699 wird Johann George Riede, der Sohn des Martin Riede zu Oberlistingen als Steinmüller erwähnt.

1710 ist als Müller der Johannes Stute bezeugt, der 1731 im Landhuldigungsregister als "krank" bezeichnet wurde. Er starb noch im selben Jahr.

Die Mühle ist laut Erbpachtvertrag vom 30.11.1740 an Johann Mathias Hartig aus Oberscheden übergegangen. Er starb am 15.5.1751 im Alter von 32 Jahren. Sein Sohn George Christoph folgte ihm als Müller nach. Die Witwe des Johann Mathias heiratet den MüllerJohann Tobias Sachtleben, der ebenfalls aber 1752 als Müllermeister genannt ist. Er verstarb am 25.4.1767 im Alter von 47 Jahren. 

Die Steinmühle wird im Kataster von 1776 erwähnt: "die vierte ist die Steinmühle, ist oberschlächtig, und besitzt solche Mathias Hartig's rel., nunc George Christoph Hartig, ebenfalls von der Stadt Grebenstein zu Erbmeierrecht, und können die beiden darin befindlichen Mahlgänge zu einer Zeit und zugleich gebraucht werden".